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Urlaub, Ferien ... Im Bereich der Seelsorge und der Schule, aber natürlich auch in anderen Arbeits- und Lebensbereichen, sind die Wochen nach Ostern bis zum Beginn der Sommerferien besonders arbeitsintensiv. Dem entsprechend groß ist die Sehnsucht nach Urlaub und Ferien in den Sommermonaten. Ich wünsche allen Müde Gewordenen und Urlaubs-Reifen eine erholsame Urlaubszeit ... Der anstehende Urlaub fordert geradezu heraus, sich intensiv Gedanken zu machen über mögliche Urlaubsziele und Urlaubsreisen, um auszuspannen, um sich zu erholen, um neue Kräfte zu sammeln. Es muss vielleicht gar nichts Außergewöhnliches sein. Vielleicht sehnt man sich auch nur nach dem „Dolce far niente”. Und ich? Ich wünsche mir viel Zeit für mich selber ...
Ich möchte mir wieder bewusst Zeit nehmen, um die Schönheiten und Kostbarkeiten unserer Schöpfung bewusst zu erleben. Ich meditiere gerne die Lebensgeschichten der von Wind und Wetter gezeichneten Bäume in unseren Wäldern und auf den Anhöhen. Ich denke nach über die jahrmillionenlange Erfahrung eines Kieselsteines ...
Ich möchte mir wieder bewusst Zeit nehmen, um Menschen zu begegnen, um zuzuhören und um mich in sie hineinzudenken, ihre Lebensgeschichten wahrzunehmen und ernst zu nehmen. In jedem Leben gibt es urtümlich Gewachsenes, aber auch Zerstörtes, Zerbrochenes. Wie oft müssen es sich Menschen einfach richten, damit das Leben weitergeht. Und wenn ich Menschen mit ihrer Lebensgeschichte an mich heranlasse, entdecke ich oft die Handschrift dessen, der auch auf krummen Zeilen zu schreiben vermag Urlaub und einmal richtig ausspannen ... Wenn wir vom Wort selbst ausgehen: Da steckt das Wort „Spannung” drin. Und das ist ja erstmals nichts Schlechtes – im Gegenteil. Ohne Spannung würde beim elektrischen Strom gar nichts gehen. Es braucht die verschiedenen Pole, damit Strom fließen kann. Unser Körper muss eine bestimmte Spannung haben, damit wir überhaupt aufrecht stehen können. Mein Leben braucht die Spannung zwischen Gebet und Arbeit, Arbeitszeit und Freizeit, Kampf und Ergebung, Anstrengung und Erholung ... Entspannung ... kann aber nicht bedeuten, dass man nun völlig konturlos wird, dass man sozusagen „alle viere von sich streckt”, Arme und Beine einfach vom Liegestuhl herunterhängen lässt, zu faul ist zum Lesen, zu faul für eine Unterhaltung, zu faul zum Aufstehen. Das würde man auf die Dauer auch gar nicht aushalten. Entspannt leben ...
heißt vielmehr, wieder in die richtige Balance kommen zwischen Zuviel und Zuwenig, die Dinge des Lebens wieder in eine Balance zu bringen. Es ist nicht alles gleich wichtig. Es genügt nicht, das Leben nur mit Oberflächlichkeiten und Gängigkeiten zu füttern.
Mit herzlichen Grüßen von der Schwazer Kolpingsfamilie! P. Wolfhard Würmer OFM Präses der Kolpingsfamilie Schwaz |
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